Wärmekopplung in EMWORKS
Thermische Kopplung in EMWORKS
Die thermische Kopplung in EMWORKS verknüpft elektromagnetische Löser mit stationärem oder transientem Wärmeübergang. Sie ermöglicht es, elektromagnetische Verluste als Wärmequellen zu verwenden und bei Bedarf die Temperatur zurück in das EM-Modell zu speisen, um temperaturabhängige Materialeigenschaften zu berücksichtigen.
Typische Anwendungen:
Abbildung von Joule- (I²R), Kern-, Dielektrik- und Wirbelstromverlusten aus der EM-Analyse auf ein thermisches Modell
Berechnung von Temperaturverteilung, Wärmestrom und Kühlleistung in Festkörpern und Fluiden
Optional: Aktualisierung der EM-Materialeigenschaften (z. B. Leitfähigkeit, Permeabilität, Widerstand) basierend auf der Temperatur für iterative EM–Thermal-Kopplungen

Funktionen der thermischen Kopplung in EMWORKS
EM-Verluste als Wärmequelle
Verwendung von Joule- (I²R), Kern-, Wirbelstrom- und Dielektrikverlusten aus der EM-Analyse als Volumen- oder Oberflächen-Wärmequellen.Stationäre und transiente Wärmeanalysen
Lösung von stationären und zeitabhängigen Temperaturfeldern in Festkörpern und ggf. Kühlbereichen.Temperaturverteilung und Hotspots
Berechnung von Temperatur, Temperaturgradienten und Wärmestrom, um Hotspots zu identifizieren und Kühlleistung zu bewerten.Temperaturabhängige EM-Eigenschaften
Aktualisierung von Leitfähigkeit, Permeabilität, Permittivität oder Widerstand in Abhängigkeit von der Temperatur für iterative EM–Thermal-Kopplungen.Thermo-strukturelle Kopplung
Export von Temperaturfeldern in die Strukturanalyse zur Bewertung von thermischer Ausdehnung, Spannung und Verformung.Material- und Kühlungsvergleich
Vergleich von Materialien, Kühlkörpern und Kühlkonfigurationen hinsichtlich Temperaturgrenzen und Derating-Kurven.
Anwendungen der thermischen Kopplung
Typische Einsatzbereiche:
Elektrische Maschinen (Motoren, Generatoren): Kupfer- und Kernverluste → Temperaturanstieg in Stator, Rotor, Nuten, Endwicklungen; Prüfung der Isolationsgrenzen und Derating.
Transformatoren und Reaktoren: Wicklungs- und Kernverluste → Öl-/Lufttemperatur, Hotspot-Bewertung, Kühlungsdesign, Lebensdauerabschätzung.
Leistungselektronik (Inverter, Konverter, Gleichrichter): Halbleiter- und Leiterverluste → Gehäuse- und Junction-Temperaturen, Kühlkörper- und Kühlungsbewertung.
Sammelschienen, Kabel und Steckverbinder: I²R-Verluste → Leiter- und Kontakttemperaturen, Ampacity-Prüfungen, Überhitzungsrisiko.
Batteriepacks und Energiespeicher: Verluste in Zellen und Sammelschienen → Temperaturverteilung, Risiko thermisches Durchgehen, Kühlstrategie.
Leistungs- und HF-Geräte: Dielektrik-, Leiter- und Spulenverluste → Temperaturanstieg in Spulen, Resonatoren, Antennen, Anpassnetzwerken.
Industrielle und Automobilsysteme: EM-Verluste in Antrieben, Ladegeräten, Hilfssystemen → Temperaturgrenzen für Bauteile und Gehäuse.
Medizin- und Forschungsausrüstung: Spulen und Leistungsmodulen in MRI, NMR, Laborgeräten → Temperaturkontrolle, Duty-Cycle-Limits.
Ergebnisse der thermischen Kopplung in EMWORKS
Nach Durchführung einer Studie mit aktivierter thermischer Lösung können folgende thermische Größen angezeigt werden:
Temperatur
Temperaturverteilung
Temperaturgradienten:
TGx: Temperaturgradient in x-Richtung
TGy: Temperaturgradient in y-Richtung
TGz: Temperaturgradient in z-Richtung
TGr: Resultierender Temperaturgradient
Wärmestrom:
FLx: Wärmestrom in x-Richtung
FLy: Wärmestrom in y-Richtung
FLz: Wärmestrom in z-Richtung
FLr: Wärmestromgradient
(x, y und z beziehen sich auf das globale Koordinatensystem)